Zuschrift vom 24.07.2006
Für Pia und Rudi,
Ende Oktober letzten Jahres hielt eine kleine Spanierin - Mara bei uns Einzug. Ich wollte zu unserem Ersthund gerne noch einen Hund dazu und unsere Wahl fiel auf sie. Ich wusste von der Tierschutzorganisation, von der sie stammte, dass sie ein sehr verängstigtes kleines Wesen sei, das aus Panik draussen keinen Schritt gehen würde und sie auch eine enorm grosse Angst vor Männern habe.
Als wir sie bei der Mitarbeiterin der Organisation abholten, schien dies bestätigt:Sie lag zitternd und bebend im Garten, ihr nahes Ende erwartend...sie erbarmte mich bis ins Innerste!
Nun, zuhause angekommen änderte sich dies sehr schnell, sie orientierte sich enorm an unserem Hund Neo, einem ruhigen und souveränen Rüden. Bereits am 2.Tag rannte sie schon mit ihm über die Wiesen. Die Stubenreinheit ging schneller voran, als ich dachte und auch beim Gehorsam lernte sie verblüffend schnell. Happy End...konnte man meinen bis, ja bis es ca. 1 1/2Monaten nach ihrem Einzug anfing: Ohne einen mir ersichtlichen Grund legte sie plötzlich in der Wohnung "Häufchen" ab und ohne einen mir ersichtlichen Grund hörte sie damit auch wieder auf. In schöner Regelmässigkeit, so ca. 1 mal im Monat für 2-3 Tage hintereinander "vollzog" sie dieses Ritual und nichts, was ich versuchte, änderte an ihrem Verhalten etwas.
Nach ein paar Monaten war ich am Ende mit meinem Latein und rief Frau Manger-Gallner an und wir vereinbarten einen Termin bei mir.
Frau Manger-Gallner hörte sich mit viel Ruhe und Geduld unser Problem an, stellte viele Fragen über Mara, ihrem Vorleben und unserem Zusammenleben und beriet uns, wie wir uns am besten künftig ihr gegenüber verhalten sollten, um einen Erfolg zu erzielen. Auch gab sie uns wertvolle Tipps, wie wir ihre Angst meinem Mann gegenüber abbauen könnten.
Wir beherzigten und beherzigen auch heute noch ihre Ratschläge und siehe da: seitdem ist das Problem nie wieder aufgetaucht! Auch ist ihre Angst vor Männern, zumindest was meinem Mann betrifft, ungleich niedriger geworden. Wo er sie früher bereits in der Wohnung anleinen und quasi mitschleifen musste, damit sie mit ihm Gassi geht, rennt sie heute voller Freude mit ihm zur Türe hinaus.
Heute kann ich sagen: Happy End!!
Ingrid Corona
